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Die Welten der Daniela Kammerer

Am morgigen Sonntag beendet eine Finissage eine bemerkenswerte Ausstellung in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld: „Blütenknall“ von Daniela Kammerer


Man kennt es und nimmt es immer wieder mit Erstaunen zur Kenntnis, wenn nach einer intensiven Begegnung ein Nachglühen erfolgt und sich ein stundenlanges Gespräch fortsetzt, obwohl sich der Gesprächspartner längst verabschiedet hat.
So muss man sich die Entstehung des Werkes von Daniela Kammerer vorstellen, deren jüngere Bilder in einer mit Spannung aufgeladenen Ausstellung nur noch am morgigen Sonntag zu sehen sind. Wer sich die Zeit nimmt und sich auf ihre Bilder einlässt, verliert den Faden zur Gegenwart und kommt somit in die Lage, mithilfe der Vorstellungs- und Erinnerungskraft der Künstlerin eine Reise in unbekannte Tiefen des Vergessenen oder noch nicht Gesagten zu unternehmen. Kammerer führt die Abstraktion des Nicht-Ereignisses in etwas Konkretes hinein. Und die Betrachter ihrer Bilder wissen nicht, ob sie Vergessenes wieder erinnern oder etwas Neues aufbauen und entwickeln. Das Betrachten von etwas Noch-nicht-Gesehenem führt zum Erkennen und nährt die Fähigkeit der Erkenntnis, die wiederum die Augen öffnet für eine Welt hinter den Welten der Daniela Kammerer.
Zart gehauchte Federstriche arbeiten sich aus dem Klobigen der Buntheit heraus und suggerieren Zielgerichtetheit, wo doch zugleich alles wankt, stürzt, bricht, schwebt und davonfliegt. Ordnung ist ohne Chaos nicht vorstellbar, das Nichts und das Sein erzeugen Struktur und beziehen sich aufeinander. Allgemeinplätze verschwinden und erheben sich wieder, bis man sich wiederfindet – in einem Interview mit sich selbst – in einer anderen Welt also, eine leise, beinahe stumme Welt, die zur Sprache drängt. So wird der Betrachter von Bild zu Bild von der Künstlerin interviewt, ohne sie je getroffen zu haben.
Wer den Mut aufbringt, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, dem sei das Finale am morgigen Sonntag, den 23. September empfohlen: Eva Sattler trägt Gedichte vor, für die Musik sorgt Christian Elin, Daniela Kammerer steht für Gespräche zur Verfügung, die Finissage beginnt um 15 Uhr.




Schwäbische Galerie, Museum Oberschönenfeld Gessertshausen





https://www.daz-augsburg.de/die-welten-der-daniela-kammerer/

Expeditionen ins Unbekannte

Daniela Kammerer zeigt in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld „Blütenknall“ und andere Ereignisse.
Man muss sich der Künstlerin anvertrauen, denn der Galeriebesuch in Oberschönenfeld wird zum visuellen Abenteuer in unbekannte Regionen. Daniela Kammerer sorgt dafür, dass es viel zu entdecken gibt. „Blütenknall“, Titel ihrer Ausstellung in der Schwäbischen Galerie, bezeichnet eine Werkgruppe mit Plastiken, steht aber auch für die Dynamik aller ihrer Mischtechniken.
Zwischen fein gezeichneten Strichnetzen quellen Farbgewitter heraus, die von wilden, archaischen, meist mit dominantem Schwarz gestalteten Großformen gebündelt oder dynamisch über das weite Malfeld geführt werden. Kammerer, die nach dem Studium Kommunikationsdesign und Malerei an der FH Augsburg als freischaffende Künstlerin und viel gefragte Dozentin in Augsburg und am Ammersee arbeitet, lässt sich vom Impuls leiten. Er führt sie in abenteuerliche Regionen, die zwischen abstrakter Spannung der Farben und Formen angesiedelt sind. Wenn sie sich scheinbar ohne Plan in ihre Abenteuer stürzt, wird Kammerer doch von ihrer inneren präzisen Gestaltungsvorstellung geleitet. So entstehen entweder ihre eigenen Kosmen und großen Tableaus, wie „Gassi im Weltall“ oder „Vol du paradis“, in denen bloßer Ausdruck „rahmensprengend“ das Bild beherrscht, wo aber unvermutete Szenerien und Gestalten nicht ohne Humor und Skurrilität spuken. Die großen Themengruppen „Haut um’s Hirn“ und „Head“ werden deutlicher – hier dringt sie mit Farb- und Formgewittern in nacherlebbare psychische Situationen und Gestimmtheiten vor, in wechselnden Dosen von abstrakt bis zu konkreten Kopf-Porträts.
„Blütenknall“ heißt die dritte Werkgruppe mit Keramiken, die farblich und figural den überbordenden Naturerscheinungen der unterschiedlichen Korallenarten nachempfunden sind – gespenstisch-fröhliche Antwort des Meeres –, die außer Rand und Band geratenen teuflischen Gartenzwergen ähneln.


Laufzeit bis 23. September



https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/kultur/Expeditionen-ins-Unbekannte-id52171411.html

Ausstellung Oberschönenfeld

20. Juli 2018 - 10:53  |  Bettina Kohlen

Eine große Einzelausstellung in der Schwäbischen Galerie in Oberschönenfeld gibt Einblick in das aktuelle Werk von Daniela Kammerer.

Mit einem »Blütenknall« gehts los: Dieser sehr bildhafte Titel umreißt den ersten Teil der Ausstellung mit großformatigen Papierarbeiten, die ungerahmt vor der Wand schweben. Da fliegen, fallen, stürzen diverse Wesen durcheinander. Ist das räumlich figurativ? Oder doch flächig abstrakt? Es ist beides, es ist ein Vexierbild von Realem und Gedachtem, konkret und unbestimmt zugleich. Die sprechenden Bildtitel lösen märchenhafte Geschichten aus. Und märchenhaft muss nicht bedeuten, dass alles gut wird. Diese Unsicherheit begleitet den Betrachter. Dieser Schwebezustand und das Gefühl, keinesfalls sicheren Boden zu betreten, sind der Reiz, sich auf die Bilder einzulassen – die auf Papier und die dahinter …

Im ersten Stock wird den Arbeiten aus dem Projekt »Haut um’s Hirn« Raum gegeben. Die Künstlerin und Kunsttherapeutin Kammerer hat im Laufe eines Jahres in acht europäischen Städten und Dörfern die Bewohner in ihr mobiles Atelier zum Gespräch eingeladen. Aus diesen Begegnungen heraus entstanden zahlreiche Menschenbilder, die vielschichtige Facetten zeigen. Die mal mehr, mal weniger offensichtliche Teilung der Gesichter, macht deutlich, welche – manchmal verborgenen – Seiten im Wesen eines jeden Menschen aufscheinen. Diese Arbeiten sind nicht als konkrete Porträts zu lesen, weisen vielmehr auf individuelle Charakterbilder hin, die Kammerer neben der Darstellung auch in der Wahl von Format, Technik und Material ausdrückt.

Neu in Kammerers Schaffen und unbedingt sehenswert sind ihre reizvollen keramischen Skulpturen. Da gibt es vielansichtige bemalte und teils glasierte Köpfe, die die Menschenbilder auf Papier und Leinwand ergänzen. Auf den ersten Blick stehen sie freundlich skurril auf ihren Podesten, bei näherer Betrachtung allerdings offenbaren sich ihre irritierenden Details und verstörend offen liegenden Verwundungen. Im Erdgeschoss in der Abteilung »Blütenknall« sind einige wundersame Blütenwesen versammelt: Ihre Namen verweisen auf Korallen, doch in ihrer keramischen Gestalt oszillieren sie zwischen Tier und Pflanze.

Zeit nehmen sollte man sich für den Film von Anna Ludwig, der uns Kammerer bei der Arbeit beobachten lässt, unterlegt von Ausschnitten der Gespräche für »Haut um’s Hirn«. Erfrischend klar erscheint hier, wie physisch der Prozess des Malens abläuft.Kammerers Werk beeindruckt, weil sich hinter einer Oberflächenleichtigkeit immer ein dunkel schimmernder Abgrund verbirgt. Man kann nie sicher sein, was sich auf ihren Wegen zwischen Abstraktion und Figurativem so alles verbirgt … Sehr sehenswert!

»Blütenknall – Bildschöpfungen von Daniela Kammerer« | bis 23. September | Künstlergespräch am 23. September um 15 Uhr


https://a3kultur.de/positionen/blueten-menschen-und-was-sonst-noch-wichtig

Wo Alltägliches zu Kunst wird

Leistungsschau Was hat den Segen einer neunköpfigen Jury erhalten, nachdem 149 Bewerber ihre Bilder, Skulpturen, Installationen und Videos für die Große Schwäbische Kunstausstellung eingereicht hatten? Eine Bilanz  Von Rüdiger Heinze und Michael Schreiner
Augsburg Wenn an diesem Samstag im Augsburger Schaezlerpalais und im H2-Zentrum für Gegenwartskunst die 69. Große Schwäbische Kunstausstellungeröffnet wird, dann ist zweierlei kaum übersehbar: der hohe Anteil figurativer und gegenständlicher Arbeiten zum Einen; zum Anderen die zunächst einmal rein quantitativ starke Beteiligung von Künstlerinnen. In Zahlen: Unter den 149 Bewerbern waren 88 Frauen, von denen nach der Jurierung noch 37 verblieben – gegenüber 31 Männern.
Damit wächst natürlich die Chance der Frauen auf den ausgelobten Preis dieser großen schwäbischen Kunstprüfung des Berufsverbandes Bildender Künstler. Und in der Tat erhält ihn 2017 eine Frau: die Augsburgerin Claudia Geßner (*1958) für ihr Großformat „aus Idyll: du siehst mich nicht“ (Bild links oben). Auch wenn die Kunst von Frauen bis heute nicht solche Preise erzielt wie die von Männern: Es ist etwas geschehen seit Anfang des letzten Jahrhunderts, als Frauen noch nicht Kunst studieren durften.
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Ein Drittes sticht ins Auge: Dass sich die vielen figurativen und gegenständlichen Arbeiten nur ausnahmsweise dem Repräsentativen widmen. Dass sie fast durchweg –mit oder ohne Verfremdungseffekt – das Alltägliche, Private, Intime, Leise, auch das trist Funktionale und das Banale studierend ins Auge nehmen. Bildwürdig heute scheint vor allem das Beiläufige und die eigene Welt. Als beachtenswerte Kristallisationspunkte solcher Sicht können unter 83 gezeigten Arbeiten gelten: Christian Odatos schönes graues Aquarell „nicht-ort“, dazu ein diesmal klar erkennbar ausgebreiteter „Elektroschrott“ von Georg Kleber (Kohle auf Vlies) sowie die farbstark-ungestüme Porträt- und Seelen-Serie von Daniela Kammerer. Unter den Fotoarbeiten fällt die Beschäftigung mit urbanen Strukturen und Räumen auf – wie etwa die aparten Draufsichten auf Augsburger Straßenkreuzungen von Gerald Bauer.
Das Gesamtbild der ohne Themenvorgabe ausgeschriebenen Ausstellung hat „nichts von flippiger Fabriketage“, sondern ist „eher gesetzt“, wie BBK-Vorsitzender Norbert Kiening einräumt. Ob das nur am eher gesetzten Alter der Teilnehmer liegt, von denen nicht wenige das 60. Lebensjahr überschritten haben? Anstößiges, Widerspenstiges findet sich kaum in dieser Großen Schwäbischen. Das solide Wohnzimmerwerk dominiert. Wie schon in den vergangenen Jahren fallen einem beim Rundgang auch künstlerische Handschriften ein, die wieder nicht dabei sind – jene etwa von Günther Baumann, Karen Irmer oder Christofer Kochs.

33 Künstler unterstützen das Herkomermuseum




Wer schon immer mal einen Dietrich, Heckelmann, Kammerer, Schellenberger, Stöckle oder gar einen Herkomerin seinem Besitz haben – und gleichzeitig noch etwas für einen guten Zweck spenden wollte – hat jetzt die Gelegenheit dazu. Den 33 der bekanntesten Landsberger Künstler spenden ihre Werke für eine Kunstauktion zugunsten des Herkomermuseums. Dabei sind auch Spenden aus Privatbesitz wie beispielsweise im Fall Hubert von Herkomer...

33 Künstler unterstützen das Herkomermuseum - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de

Stark im Verbund 40 x 40 mit dem Künstlernetzwerk Föhn von Romi Löbhard


Das große Ganze – Daniela Kammerer fügt 40 x 40 zusammen.
Foto: Romi Löbhard
 40 x 40 ist ein von Künstlern der heutigen Zeit nicht gerade häufig verwendetes Format. Warum also hat sich das i, vergangenen Jahr gegründete Künstlernetzwerk „Föhn“ diese Maße als Vorgabe – noch dazu als einzige – für die aktuelle Schau im Oberdießener Malura-Museum gestellt?
Wahrscheinlich war es die pure, jeden Kunstschaffenden adelnde Neugier auf das was, passieren würde, wie die elf sich beteiligenden Künstler, drei davon Gastaussteller, mit dieser Größe umgehen würden und vor allem, wie die entstandenen Arbeiten zu präsentieren seien.

Ziemlich aufregend also das ganze Projekt, und möglicherweise mit Unwägbarkeiten behaftet; zumal ja beispielsweise auch keiner vom anderen wusste, welche Techniken angewandt werden würden. Dem Künstlernetzwerk Föhn e.V. gelang, soviel schon mal vorweg, eine optimal konzipierte Ausstellung mit wohldurchdachten Platzierungen der Leinwandquadrate. 40 x 40 ist ein Experiment, das einerseits mit seiner Linienführung eine Vereinheitlichung bedeutet, andererseits gerade durch die Gleichmäßigkeit der Größe die Unterschiede in der Gestaltung besonders herausstreicht.
Bei elf Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Herangehensweisen an Kunst war es also gar nicht so verkehrt, die Größe vorzugeben; zumindest macht sie ein vergleichendes Betrachten einfacher. Und auch wieder nicht, denn die Künstler haben das Format sehr individuell gesehen. Daniela Kammerer beispielsweise hat sich nicht lang bei 40 x 40 aufgehalten. Ihre „Zwischenwelt“ ist eine Symbiose aus 16 solchen Quadraten. Eine Figur in kräftigen, klaren Farben wird von allen Seiten bedrängt von mit Graphit scharf konturierten Einflüssen aller Art. Angst machende Geräte, angetrieben von unbekannten Mechanismen – stark sind sie nur im Verbund. Würde das Kunstwerk in seine 16 Einzelteile zerfallen, so würde auch die Kraft der Einflüsse verloren gehen.

Katrin Bach wiederum hat einen achtteiligen Bilderzyklus geschaffen, Thema: Mozarts Zauberflöte. Die Requisite für die Oper hat Katrin Bach wie in einem Kaleidoskop angeordnet, der Betrachter ist versucht, die Leinwand zu drehen, um zu beobachten, was passiert. Auf den weiteren Exponaten sind die Protagonisten verewigt – einschließlich Mozarts Herz, das außermittig, quasi als Zuschauer, sein Werk genießt.
Zarte Blüten mit feinen Linien
Sehr aufregend wird es für den Besucher, wenn er seine Aufmerksamkeit dem schmalen Band aus Kunstwerken widmet, das den Ausstellungsraum umfängt.
Die Arbeiten der Künstler sind hier teilweise abwechselnd gehängt, wirken kommunikativ oder interaktiv, aber auch abweisend, kontrastierend. Zarte Blüten, mit feinen Linien geometrisch genau dargestellt (Bernhard Jott Keller), glänzen in von Marinus Wirtl fotografisch verändertem Maschinenlicht.
Noch mehr fällt Wirtl mit seinen schlanken, ebenmäßigen Bronze-Figuren auf, bei denen er sich in der Höhe an die 40 Zentimeter-Vorgabe hielt. Wolf Schindlers Farbkreisspielereien sind Gegenpol zu den Zeichen und verschlüsselten Botschaften der Ilka Niederfeld.
Auch als „Partner“ von Baldur Geipel, dessen Stil an die Malereien im alten China oder Japan erinnert, ist Schindler der Farbe verfallen, hier allerdings, weil dazu passend, nur den Blautönen.
Von Bildhauerin Andrea Kreipe, der Vorsitzenden des Künstlernetzwerks, sind im Maluramuseum Plastiken aus Stein und Bronze sowie eine ganze Reihe an Monotypien zu sehen. Letztere hat Kreipe sämtlich auf Papier gebannt.
Den Traktorenspuren in Wiesen und Äckern geometrisch genau nachgezeichnete Linien in Glas oder Gips, die sich je nach Betrachtungsweise ändern, zeigt „Ilse Bill“ alias Ute Schneider.
Wie Farb- und Formversuche oder deren Reihung wirken die Acrylarbeiten von Annunciata Foresti, bei denen sie scheinbar zufällig Mischungen und Zielsetzungen ändert. Nur in Öl hat sich Manfred Hinkel dem vorgegebenen Thema genähert und für seine Malerei vor allem den Menschen in seinen Freiheiten beobachtet.
Termine „40 x 40“ Das Künstlernetzwerk Föhn präsentiert sich bis einschließlich 28. Juli im Malura Museum Oberdießen, Mühlweg 2; es stellen aus: Ilse Bill, Katrin Bach, Annunciata Foresti, Baldur Geipel, Manfred Hinkel, Daniela Kammerer, Bernhard Jott Keller, Andrea Kreipe, Ilka Niederfeld, Wolf Schindler, Marinus Wirtl. Öffnungszeiten: jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr, das Museumscafé ist während dieser Zeiten ebenfalls geöffnet.


Kunstmeile Augsburg-Pfersee

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Eine-Strasse-voller-Formen-und-Farben-id24787766.html

5. SommerAkademie LandsbergLech

Künstlerischer Bildungsevent findet im August zum fünften Mal statt.
Kunst- und Kulturinteressierte aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich (so gross war das Einzugsgebiet in den letzten Jahren) können sich auch in diesem Jahr auf die nunmehr fünfte Sommerakadamie Landsberg freuen. Mehrere hundert Teilnehmer werden zum mittlerweile in Süddeutschland fest etablierten Kulturevent erwartet, das sich die Vermittlung von Inspiration und Kreativtechnik in zahlreichen Veranstaltungsorten der malerischen, im Mittelalter unter Herzog Heinrich dem Löwen gegründeten Lechstadt zur Aufgabe gesetzt hat.
Die Schirmherrschaft hält die Universität Augsburg, der ehemalige bayerische Kultusminister Dr. Thomas Goppel darf als Förderer genannt werden. Veranstalter sind Daniela Kammerer und der von ihr gegründete Kulturblick e.V. und seit diesem Jahr verstärkt durch Julia Geiger. Das Veranstalterteam kann zur offiziellen Ankündigung bereits mit einem internationalen Dozentenkreis aus New York, Tel Aviv, Berlin, München, Augsburg, vom Ammersee und anderswo aufwarten.
Die Sommerakademie verspricht zu einem der kunstpädagogischen Höhepunkte der diesjährigen Sonnensaison in Süddeutschland zu werden, nicht nur wegen der ausgesuchten, erfahrenen Dozenten, sondern eben auch dem in den vergangenen vier Jahren von allen Teilnehmern enthusiastisch aufgenommenen, inspirierenden Ambiente einer gemeinsam erlebten Kunstwoche.
Fritz Effenberger, PM



Nominierung Daniela Kammerer

Erinnerungen, die kommen und gehen

Die zehn nominierten Künstler werden vorgestellt. Heute: Daniela Kammerer aus Augsburg Von Gudrun Szczepanek

... in Landsberg geboren, studiert Daniela Kammerer von 1986 bis 1990 Kommunikations-Design bei Joachim Palm an der Fachhochschule für Gestaltung in Augsburg. Anschließend leitet sie dort bis 1998 eine Werbeagentur und macht sich dann als freischaffende Künstlerin und Designerin selbstständig. Von 2003 bis 2006 arbeitet sie als Dozentin für Zeichnen und digitale Illustration an der Fachhochschule Augsburg. Nebenbei studiert sie Kunstpädagogik an der dortigen Universität. Im Jahr 2007 belegt sie einen Meisterkurs bei der Malerin Sati Zech. Seit 2008 leitet die Künstlerin die Landsberger Sommerakademie.

Ihre vielseitige Ausbildung in Gestaltung, Malerei und Zeichnung zeigt sich auch in dem großen achtteiligen Bild „Heimat“, mit dem sie für den Ellinor Holland Kunstpreis nominiert ist. Bildübergreifend ist hier alles im Fluss. Die Malerei kennt keine Bildgrenzen und ergießt sich in vielschichtiger Mischtechnik über alle acht Leinwände, die in zwei Reihen übereinander wie große Puzzleteile angeordnet sind. Blau- und Grüntöne dominieren und werden durch zartes Violett, Orange, Gelb und Rot in Schwingung versetzt. Dabei ist die meist ungegenständliche Malerei mit der Zeichnung verwoben, die strukturiert, formt und einzelne Gegenstände abstrakt akzentuiert. Hier und da greift eine gezeichnete Hand in das Geschehen ein. Rechts oben hält sie vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger das Ende eines roten Fadens, der den Blick zur Spitze eines rot konturierten liegenden Turmes lenkt.

Je länger man das Bild betrachtet, umso mehr Gegenstände wird man entdecken. Doch entgleiten sie sofort wieder unserem Blick und wirbeln in dem Farbenmeer mit den anderen Skizzen durcheinander. Alles ist hier in Bewegung und nichts ist wirklich fassbar. Wie Gedanken, die unbewusst kommen, um sogleich wieder schemenhaft zu verschwinden. Man meint eine Brücke zu erkennen, die sich über das hellblaue Universum schwingt. Doch ist es nicht eigentlich ein Gebäudekomplex mit Kaminen, aus denen der Rauch aufsteigt? Lebendiger kann der Puls der Kleinstadt kaum inszeniert werden. Man meint in der Bewegung der Farbflüsse das Rauschen des Verkehrs, das bunte Miteinander der Menschen und vor allem den Lech zu hören.

Der Ellinor Holland Kunstpreis wird im Rahmen der Langen Kunstnacht am Samstag, 24. September verliehen. Die Ausstellungseröffnung findet im Foyer des Stadttheaters um 20 Uhr statt. Um 21 Uhr beginnt die Preisverleihung im Theatersaal. Die nominierten Künstler sind: Gabi Becker und Sabine G. Tominschek (Gemeinschaftsarbeit) aus Windach, Angelika Böhm-Silberhorn, Utting, Hans Dietrich, Landsberg, Eric Gand, Schwifting, Wolfgang Hauck, Landsberg, Daniela Kammerer, Augsburg, Mica Knorr-Borocco, Utting, Jusha und Sven Müller, Eggenthal im Allgäu, Martin Paulus, Landsberg, und Otto Scherer aus Pürgen.

Jury Eine Jury des LT wird am Abend den Preisträger auswählen, ihr gehören Dr. Markus Günther, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatausgaben, Franz Freiherr von Rassler, Leiter der Dependance des Wiener Dorotheums in München, Andreas Kuhnlein, Bildhauer und Preisträger 2010, der frühere Leiter des Neuen Stadtmuseums Hartfrid Neunzert und Kulturredakteurin Alexandra Lutzenberger an.

kompletter Artikel unter:
http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Erinnerungen-die-kommen-und-gehen-id16754106.html

Nominierung Ellinor Holland Kunstpreis

"Landsberg Zehn Künstler wurden für den Ellinor Holland Kunstpreis nominiert. Sie alle hatten an einer Ausschreibung zu dem Thema „Landsberger Ansichten“ teilgenommen. Im September wird der Preis zum zweiten Mal im Landsberger Stadttheater im Rahmen der Langen Kunstnacht verliehen.

Die Ausschreibung zu „Landsberger Ansichten“ lief bis vor Kurzem und über 50 Künstler aus der Region haben daran teilgenommen. Zu den zehn für den Kunstpreis nominierten Künstlern zählen: Gabi Becker und Sabine G. Tominschek (Gemeinschaftsarbeit) aus Windach, Angelika Böhm-Silberhorn, Utting, Hans Dietrich, Landsberg, Eric Gand, Schwifting, Wolfgang Hauck, Landsberg, Daniela Kammerer, Augsburg, Mica Knorr-Borocco, Utting, Jusha und Sven Müller, Eggenthal im Allgäu, Martin Paulus, Landsberg, und Otto Scherer aus Pürgen.


Der Preis trägt den Namen der im Dezember 2010 verstorbenen Verlegerin und Herausgeberin der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatzeitungen. Ellinor Holland war nicht nur für ihr großes Engagement im sozialen Bereich für die Kartei der Not bekannt, sondern auch für ihre tiefe Verbundenheit mit der Kunst. Die nominierten Arbeiten wurden von der Kulturredaktion des Landsberger Tagblatts zusammen mit dem früheren Museumsleiter Hartfrid Neunzert ausgewählt. „Sie sind nicht nur künstlerisch gelungen, sondern beschäftigen sich auch intensiv mit der Geschichte Landsbergs, oder werfen einen Blick in die Zukunft“, so Neunzert. ...

...Der Fluss und die Heimat ist auch das Thema der gebürtigen Landsbergerin Daniela Kammerer. Hier werden Erlebnisse aus ihrer ganz persönlichen Geschichte in kleinen mosaikartigen Bildern zu einem großen Ganzen. Ein Bild, das durch die gewaltige Farbzusammenstellung wirkt, wenn man es näher betrachtet, werden viele kleine Geschichten erzählt....

Preisverleihung Alle Arbeiten werden am Samstag, 24. September, ab 20 Uhr in einer Ausstellung im Landsberger Stadttheaterfoyer zu sehen sein. Die Preisverleihung im Rahmen der Landsberger Kunstnacht beginnt um 21 Uhr im Stadttheater. Eine Jury wählt den Gewinner unter den nominierten Künstlern aus. Die Jury für den Ellinor Holland Kunstpreis besteht aus Dr. Markus Günther, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatausgaben, Franz Freiherr von Rassler, Leiter der Dependance des Wiener Dorotheums in München, dem früheren Leiter des Neuen Stadtmuseums Hartfrid Neunzert und Kulturredakteurin Alexandra Lutzenberger. Der Abend wird musikalisch von Preisträgern von „Jugend musiziert“ umrahmt. Im Foyer findet eine Kunstaktion mit Mitgliedern des Regionalverbandes Bildender Künstler statt. Der Erlös geht an die Kartei der Not."

Kopletter Artikel unter

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Erinnerungen-die-kommen-und-gehen-id16754106.html